Für Atlantis wurden mal wieder einige interessante Mechanismen zusammengeworfen und mit einem ansprechenden Design versehen. Die Regeln sind einfach, der Ablauf klar, der eigentlich Verlauf dann doch kniffliger als erwartet. Lukrativ sind nämlich nur die Plättchen mit hohen Werten, und die schnappt sich häufig ein Mitspieler vor der Nase weg. Das hat zur Folge, dass eine vorausschauende Planung praktisch nicht möglich ist und die eigenen Überlegungen erst mit dem eigenen Zug beginnen können. Erleichtert wird die Entscheidung zwar durch die eingeschränkte Auswahl eigener Handkarten, doch sitzt ein Grübler am Tisch, können die Wartezeiten auch mal etwas lang werden.
Grundsätzlich lassen sich durchaus ein paar vernünftige strategische und taktische Überlegungen anstellen, wie die Flucht von Atlantis optimiert werden kann. Beispielsweise ist es von unschätzbarem Vorteil, mehr als nur eine Karte nachziehen zu dürfen, weshalb schnellstmöglich eine Figur ins Ziel gebracht werden sollte. Viele Karten bedeuten nämlich nicht nur Siegpunkte, sondern ermöglichen auch eine größere Variabilität bei der Zugauswahl. Immerhin stehen sieben verschiedene Farben zur Verfügung, die nur selten alle auf der Hand zu finden sind. Die aber werden gebraucht, wenn möglichst viele lukrative Plättchen eingesammelt werden sollen.
Ebenfalls mehr Optionen erhält, wer seine Figuren nicht auf einer Stelle konzentriert, sondern über die Laufstrecke verteilt. Beim Einsatz der Brücke sollte nicht immer nur auf einen Vorteil gegenüber den Mitspielern geachtet werden, sondern die eigene Kostenreduzierung im Vordergrund stehen. Wasserfelder mit Kosten 1 können dagegen bedenkenlos überquert werden – viel wichtiger sind die wertvollen Plättchen mit den hohen Punktzahlen. |