Thunderstone ist ein reines Kartenspiel für bis zu fünf Spieler. Die grundlegende Spielmechanik hat es mit dem Spiel des Jahres 2009, Dominion, gemeinsam, wobei es darum geht, innerhalb des Spielverlaufs sich ein eigenes Kartendeck zusammenzustellen, mit dem dann im Dungeon der Kampf gegen die Monster stattfinden kann.
Für den Spielaufbau werden vier Stapel der Basiskarten sowie zwölf Stapel von Village(Dorf)-Karten auf dem Spieltisch angeordnet. Diese Unterstützungskarten, jeweils acht je Typ, können von den Spielern gekauft werden und wandern nach Erwerb in den eigenen Ablagestapel. Waffen, stärkendes Essen, Zaubersprüche... im Village gibt es viele Dinge, die das Heldenherz begehrt. Zu diesen bereits angeordneten Kartenstapeln gesellen sich vier weitere Stapel, die aus unseren Helden bestehen (jeweils zwölf Karten, mit sechs Helden Stufe eins, vier Helden Stufe zwei und zwei Helden Stufe drei).
Neben dem Dorf wartet das Verlies, 30 Karten mit Kreaturen aus drei Gattungen. Drei von den Monsterkarten werden aufgedeckt, gegen die der mutige Spieler kämpfen kann. Diese in einer Reihe angeordneten Karten repräsentieren das verwirrende Dungeon, wobei sich die vorderste Kreatur näher am Verlieseingang befindet, die dritte und letzte Karte der Reihe die tiefste Kammer des unheimlichen Labyrinths darstellt. Naja, so kann sich das der Spieler zumindest vorstellen.
Bevor es losgeht, erhält jeder Mitspieler zwölf Karten, darunter sechs schwächliche Helden der Miliz, zwei Nahrung, zwei armselige Dolche und zwei Fackeln. Mit solch einem Kram ist natürlich nicht viel zu gewinnen, schon gar nicht bei Monstern, die uns mit Krankheiten, Waffenzerstörung oder Ignoranz bestrafen. Aufrüsten ist angesagt, kaufen was zu kaufen ist, damit das Monstergemetzel nicht zum Fiasko wird.
Drei Aktionsmöglichkeiten hat jeder Spieler in seinem Spielzug:
a) Eine Karte aus der Kartenhand loswerden. Das ist praktisch, wenn sich zu viele Krankheitskarten im Deck angesammelt haben, denn jede dieser Karten gibt uns im Kampf einen Malus von –1 Attacke. Die Karte kommt aus dem Spiel.
b) Im Dorf einkaufen gehen. Je nach Summe der aufgedruckten Goldwerte der Kartenhand kann der Spieler eine ihm passende Karte aus dem Angebot des Dorfes erwerben. Das kann eine Waffe, ein Zauberspruch, Nahrung etc. oder auch ein Held sein. Die Karte wird dann auf den eigenen Ablagestapel gelegt. Zusätzlich zur Kaufaktion ist das Hochleveln eines Helden, der sich auf der Kartenhand befinden muss, um eine Stufe möglich, vorausgesetzt die notwendigen Erfahrungspunkte (separater Kartenstapel) können bezahlt werden.
c) In das Verlies gehen und gegen ein Monster kämpfen.
Sechs Karten hat der Spieler auf der Hand, die ihm einen Einkauf im Dorf oder den Kampf im Dungeon ermöglichen. Gold braucht man zum Einkaufen, Stärke zum Tragen von Waffen, Attacken für den Monsterkampf und daneben noch Licht, denn wie soll sich die Heldentruppe sonst im Verlies zurecht finden.
Neu erworbene Karten und erlegte Monster wandern auf den eigenen Kartenablagestapel. Nach unserer gewählten Aktion werden alle Handkarten abgelegt und vom eigenen Kartenstapel sechs neue nachgezogen. Sind nicht genügend Karten parat, wird der Ablagestapel gemischt und dient als neuer Zugstapel. Im Laufe des Spiels wird unser Kartendeck durch neu hinzugefügte Karten immer dicker und es muss weniger oft gemischt werden. Die Chance, passende Karten zu ziehen wird allerdings geringer.
Zählt man für einen Einkauf im Village nur die Summe der aufgedruckten Goldstücke, sind beim Kampf gegen die Kreaturen der Finsternis mehrere Zahlenwerte zu beachten. Jedes Monster verfügt über gewisse Lebenspunkte (meist zwischen drei und acht). Um die Kreatur zu besiegen benötigt der Spieler mindestens soviel Attacken, wie das Monster Lebenspunkte hat. Dabei zählt jeder Held in der Kartenhand sowie jeder Zauberspruch. Waffen geben Zusatzattacken, sofern sie ausgerüstet, d.h. einem Helden zugeordnet sind. Jeder Held ist in der Lage, eine Waffe zu tragen, wenn er die Stärke besitzt, die die Waffe zum Tragen benötigt. Essen und andere Unterstützungskarten beeinflussen ebenfalls das Kampfgeschehen. Wichtig ist, dass alle Karten der Kartenhand für den Ausgang des Gemetzels zählen, auch eine Krankheitskarte mit einem Malus von –1 Attacke, die der Spieler aus einem früheren Kampf erhalten hat. Ist das Monster besiegt, wandert die Karte auf den eigenen Ablagestapel und spendet uns Gold oder seltener Zusatzattacken bei späteren Kämpfen. Zusätzlich bekommt der siegreiche Kämpe spezielle Erfahrungspunktkarten, die für das Hochleveln der Helden benötigt werden. Kämpfen kann die Heldentruppe gegen jedes der ausliegenden Monster, benötigt aber entsprechend Licht, um keinen Abzug an Attacken zu erleiden. Je Monsterkarte in der Reihe ist ein Punkt Licht erforderlich, sonst gibt es –2 Attacken je fehlendem Licht. Will der Spieler gegen die Kreatur an dritter Stelle kämpfen, benötigt er drei Punkte an Licht. Hat er kein Licht auf der Hand würde ihm das –6 Attacken einbringen. Unschön ist, dass viele Kreaturen sich mit hinterhältigen Winkelzügen wehren, wie zum Beispiel einer Krankheit oder der Resistenz gegen magische Attacken. Manch Geschöpfe sind gar immun gegen Waffen oder zerstören nach dem Kampf eine Waffe oder einen Helden.
Ist der Kampf vorüber, werden die verbliebenen Monster in der Reihe nach vorne geschoben und eine neue Karte vom Monsterstapel aufgedeckt und in die dritte Position gelegt.
Das Spiel endet, wenn die Karte mit dem Thunderstone gezogen wurde und vor ihr keine Monsterkarte mehr liegt. Die Thunderstonekarte wird zu Spielbeginn unter die letzten zehn der 30 Kreaturenkarten gemischt.
Es gewinnt der Spieler mit der höchsten Summe an Siegpunkten, die auf seinen erhaltenen Monsterkarten abgedruckt sind. |