Die eher nüchterne Aufmachung des Spiels bremst leider ein wenig die Motivation der Kinder, Calculario selbst als Spiel vorzuschlagen. Dabei ist an dem Material sonst absolut nichts auszusetzen, handelt es sich doch um widerstandsfähige Spanholzplättchen mit –box und großen, gut lesbaren Zahlen. Die Funktionalität ist sogar richtig gut, denn auf den Holzkärtchen sind nicht nur die Zahlen selbst abgebildet, sondern auch eine entsprechende Anzahl Punkte. Können Kinder mit den Zahlen also noch nicht richtig umgehen, leisten diese Punkte eine gute Hilfestellung beim Zählen.
Und auch der Spielablauf geht über den eines simplen Zähl-Lernspiels hinaus, denn durch die verwendete Memory-Komponente offenbart Calculario einen Spielflusswechsel während der Partie: Zu Beginn sind noch alle Kärtchen unbekannt und das Aufdecken unterliegt einem gewissen Zufallsfaktor. Schnell sind jedoch einige Zahlen bekannt und viele Würfelergebnisse lassen sich zusammensuchen. Gegen Ende des Spiels –das selten länger als 10 Minuten auf sich warten lässt- haben Memory erfahrene Spieler einen deutlichen Vorteil. Im Gegensatz zum herkömmlichen Memory bietet Calculario aber noch eine ganz andere Begleiterscheinung: Denn wer sich einmal irrt, kann ja (meistens) noch ein oder zwei weitere Kärtchen aufdecken, um in Summe doch noch Recht zu haben. |