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© Ludoversum
2008-2288

  Eine Frage der Ähre (12422)

Autor: Jeffrey D. Allers
Verlag: Pegasus Spiele
Alter: ab 10 Jahren
Jahrgang: 2009
Spielerzahl:
 
6.5
Punkte
67.6%
Score*
 - ... +
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BGG:6.93 MSMM:5 SBX:5.8333 SU:2.7

  Ziel  

Auch im agrikulturell orientierten Eine Frage der Ähre geht es um Siegpunkte. Um Ährenpunkte sozusagen. Diese erhalten die Spieler durch das Bestellen ihrer Felder und für die Größe ihrer Ländereien. Doch auch für eine Farm muss zunächst gespart werden.


  Ablauf  

Der Zug eines Spielers besteht hauptsächlich aus dem Legen eines doppelten Ackerplättchens auf eine 55 Felder umfassende Ackerfläche, die allen Spielern gemeinsam zur Verfügung steht. Egal ob Weizen, Rüben, Raps, Mais oder Kartoffeln, beim Legen sind nur zwei Dinge zu beachten: Erstens dürfen keine Lücken überbaut werden und zweitens muss die Fruchtfolgeregel beachtet werden. Fruchtfolge bedeutet, dass niemals die gleiche Pflanze in zwei aufeinanderfolgenden Jahren auf einem Acker angebaut wird (zur Nährstoffoptimierung). Da auf dem Spielbrett bereits Symbole abgebildet sind, muss diese Regelung von Anfang an beachtet werden. 

Doch Felder dürfen auch beliebig oft überbaut werden. Damit keine Lücken entstehen, stehen jedem Spieler zusätzlich fünf Einzelplättchen zur Verfügung, die als Lückenfüller benutzt werden können. Alternativ dürfen sie auch normal gelegt werden – anstelle des doppelten Plättchens. In diesem Fall darf am Zugende jedoch kein neues Doppelplättchen nachgezogen werden.

Nach dem Legen bestimmt der Landwirt für jedes der ein oder zwei gelegten Felder, ob er sie zur Punkt- oder Farmwertung einsetzen möchte. Siegpunkte gibt es für jedes zusammenhängende Feld der gleichen Art, Farmpunkte dagegen nur für die auf dem jeweiligen Plättchen abgebildeten Farmen. Und das sind eben „nur“ null bis zwei Stück. Diese werden auf einer separaten Leiste festgehalten, die Platz für alle fünf Anbausorten bietet. Erreicht einer der dortigen Marker einen spielerzahlabhängigen Wert, darf eine Farm auf einem Acker platziert werden. Gelangt ein Marker ans Ende der Skala, darf sich der jeweilige Landwirt ein Bonusplättchen nehmen, das am Spielende bis zu 15 Extra-Siegpunkte bringen kann. Das Besondere der Farm: Sie bringt jede Runde Siegpunkte für die zusammenhängenden Ackerplättchen und darf auch nicht mehr überbaut werden.

Sobald das „Spielende“-Ackerplättchen nachgezogen wird, endet das Spiel am Rundenende. Es gewinnt der Landwirt mit den meisten Siegpunkten.


  Meinung  

Agricola ist Dir zu komplex? Dicke Kartoffeln dauert Dir zu lang? Ackerbau gefällt Dir besser als Viehzucht? Dann ist Eine Frage der Ähre genau das Richtige für Dich! Familiengeignet verknüpft es bekannte Mechanismen zu einem spannenden und unterhaltsamen Mix, der bei weitem nicht so dröge ist wie es das Thema Landwirtschaft vermuten lässt. 

Durch das Überbauen bestehender Felder können Ackerflächen mit einem einzigen Zug erheblich vergrößert oder verkleinert werden. Zu zweit sind die Vor- und Nachteile einer destruktiven bzw. egozentrischen Spielweise klar ersichtlich, je mehr Spieler teilnehmen desto wichtiger wird die Erweiterung des eigenen Farmlandes. Allerdings steigt auch die Zahl der Farmen, und je eher diese ins Spiel kommen, desto mehr Punkte werfen sie ab.

Genauso interessant ist die Betrachtung der Bonusplättchen am Ende der Farmpunktleiste. Drei Stück gibt es pro Gemüse nur, sodass auch hier Schnelligkeit von Vorteil ist. Zumal der oberste Bonus (Rind) zwischen 11 und 15 Punkten bringt, der mittlere (Schwein) nur noch 6-10 und das letzte (Geflügel) schließlich nur noch 1 bis 5. Da die Bonusmarker verdeckt liegen, weiß zudem niemand vorher, wie viele Punkte das jeweilige Plättchen bringt. 

Wem das zu viel Glücksanteil ist, kann statt der variablen Punkte feste Werte verwenden. Zu zählen die Bonusmarker bei der Deutschen Brettspiel-Meisterschaft beispielsweise 13, 8 und 3 Punkte. Alternativ kann auch vereinbart werden, dass einfach immer das wertvollste Plättchen genommen werden darf.


  Fazit  

Bauer werden ist nicht schwer, Bauer sein dagegen sehr. Diese Weisheit ist zu trivial? Macht nichts, es geht ja auch nicht um Ehre. Sondern um Ähre. Und keine Frage, Eine Frage der Ähre ist ein ausgesprochen gutes Familienspiel zum Thema Landwirtschaft, dem sich wohl nur Agricola-Puristen verschließen mögen.

06.05.2009 , Carsten Pinnow

  Bewertungen und Kommentare
7 capi
04.05.2009
Familientauglich, unterhaltsam, kurz. Und das, obwohl das Überbauen von Plättchen keine neue Idee ist. :)
7 niggi
04.05.2009
6.5 jyrkki
06.05.2009
Ganz nett, am Anfang etwas unübersichtlich
5 Cyberian
13.05.2009
Da ist mir ehrlichgesagt zu viel Glück drin - nicht mein Fall.
6 markus
17.06.2009
7.5 xaverius
20.06.2009
6.5 arkadia
10.07.2009

  Besucher-Bewertungen (alt)
6.5Steinikowski
24.04.2009
Etwas konstruiert aber nett.

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LudoPic

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