Der Spielablauf ist recht trivial, daran ändern auch die verschiedenen Modifikationen wenig. Würfeln, ziehen und Blockadesteine versetzen. Erinnert ein wenig an Malefiz, auch wenn hier noch der Störfaktor Minotaurus hinzukommt. Wie gefährlich dieser Stiermensch tatsächlich ist, hängt –mal wieder- sehr vom Würfelglück ab. Je mehr Spieler teilnehmen, desto unvorhersehbarer sind seine Bewegungen und desto langsamer das eigene Vorankommen. Da beschränkt sich die eigene Strategie schnell auf „ziehen und beten“.
Die Wirksamkeit von Mauern wird dagegen leicht überschätzt. Schließlich genügt ein einziger grauer Wurf, und schon ist so ein Ding wieder weg. Und sollte tatsächlich einmal eine eigene Figur unglücklich positioniert sein und nur über große Umwege weiterkommen, dann läuft eben ein weiterer Held aus dem eigenen Lager los und probiert einen alternativen Weg. Wird dagegen nur zu zweit gespielt, können ein paar Mauern schon unangenehme Auswirkungen haben.
Das Grundkonzept des Labyrinths scheint dagegen geradezu prädestiniert für Lego-Steine. Da will eigentlich niemand so recht eine Partie wagen, da wollen alle lieber mit den Steinen bauen. Was sich bei Minotaurus auch anbietet, schließlich üben Labyrinthe einen geradezu magischen Reiz auf seine Betrachter und Erbauer aus!
Der Spielreiz liegt somit für die jüngere Zielgruppe deutlich höher, als für Erwachsene. Allerdings kommt noch ein ganz anderer Faktor hinzu: Es ist eben Lego. Da möchte Papa nicht nur mitspielen, sondern auch mitbauen. Und das ganze am besten noch mal ganz neu und ganz anders. Nein, nein, nein, wer glaubte Erwachsene seien zu alt für Legosteine, wird mit den Lego-Spielen eines Besseren belehrt. Denn wo lego-affine Kids an die Welt der Brettspiele herangeführt werden, da werden auch Papa und Mama daran erinnert, wie toll doch alles mit Lego war. |