Dies ist ein Spiel, das es wirklich in sich hat, denn die Geisteraustreibung ist eine reichlich schwierige
Angelegenheit. Das Spiel bietet vier verschiedene Schwierigkeitsstufen, die sich in der Stärke und Zahl
der Geister ausdrückt. Doch selbst im Einstiegslevel genügt es nicht, gemütlich vor sich
hin zu spielen - ein konsequentes Ausnutzen geeigneter Kombinationen von Sondereigenschaften ist zwingend
erforderlich. Als das Spiel auf der Messe in Essen vorgestellt wurde, sollen nur wenige Teams gewonnen haben,
was angesichts der teilweise hohen Anforderungen an erfolgreiche Würfelergebnisse durchaus nachzuvollziehen
ist. Wie soll man auch guten Gewissens ernsthaft versuchen wollen, mit nur drei sechsseitigen Würfeln einen
bestimmten Vierling zu schaffen? Selbst mit der notwendigen Unterstützung in Form von Mitspielern und
Hilfsmarkern ist das oft genug eine nicht zu unterschätzende Herausforderung.
Wer sich darauf einläßt und idealerweise eine entsprechende gedämpfte Atmosphäre schafft,
bekommt mit Ghost Stories eine packende Aufgabe, die nicht trivial zu lösen ist und auch ohne Mitspieler
probiert werden kann.
Doch auch wem Ghost Stories zu knifflig ist, muss die herausragenden Grafiken würdigen. Die allein
rechtfertigen zwar noch keinen Kauf, machen das Spiel aber zu etwas Besonderem, das eine nähere Betrachtung
verdient. 20.11.08
, Carsten Pinnow
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