Da keine Plättchen zufällig gezogen werden, jeder Spieler ein gleiches Set zur Verfügung hat und auch nur zwei Grundtypen (Kurve, Gerade) zur Auswahl stehen, steckt in Down Under eine beachtliche Portion Strategie. Torpediert wird diese nur durch das unvorhersehbare Verhalten der Mitspieler, die ebenso fiese wie unsinnige Aktionen durchführen können.
Natürlich gibt es auch jede Menge Tricks zur Beeinflussung des Geschehens. Beispielsweise die aktive Ausdehnung der Spielfläche in eine bestimmte Richtung, um die Weiterentwicklung der Mitspieler-Wege einzuschränken. Oder die Nutzung der neutralen Kurventeile, deren eingebaute Anzahl am Ende einen wesentlichen Beitrag zur eigenen Wegeslänge leistet. Wird mit Sonderpunkten gespielt? Dann muss irgendwo ein Dingo her, sonst sieht es düster aus! Kaninchen gibt es nämlich überall auf der Welt, auch auf Deinem Weg.
Zu zweit ist Down Under besonders attraktiv, da das unplanbare Mitspieler-Verhalten auf einen einzigen Kontrahenten eingeschränkt ist. Neben dem stimmungsvollen Design des Kärtchen und der vorbildlichen, platzsparenden Verpackung ist auch das Begleitheft eine Erwähnung wert. Diese lesenswerte Broschüre enthält viele Informationen und nützliche Reisetipps rund um Australien, im angloamerikanischen Volksmund „Down Under“ genannt. Die freie Journalistin Elke Meinert hat mit diesem Heft wirklich ganze Arbeit geleistet. |