Ansehen und Macht, darum geht es in vielen Spielen. Auch in Comuni. Jeder Spieler kontrolliert seine
eigene Kommune und versucht, möglichst viele Siegpunkte zu erreichen.
Die meisten Siegpunkte gibt es für das Errichten von Gebäuden. Davon gibt es vier verschiedene Arten,
die später auch vier verschiedene Ressourcen produzieren. Doch der Weg dahin ist steinig, denn zunächst
müssen die entsprechenden Baukarten erworben werden.
Der Zug eines Spielers gliedert sich in die Phasen Handelsaktion und Bauen. In der Handelsaktion kann er sich
entscheiden, ob er auf dem Markt ein Gebot für ausliegende Gebäudekarten abgibt, bereits bestehende Gebote
einfordert, oder Einkommen erhält. Ein Gebot für ausliegende Karten wird durch eine Spielfigur plus
"mehr Gold als zuvor für diese Karten geboten war" abgegeben. Überbotene Mitspieler müssen ihr altes Gebot
zurück auf die Hand nehmen oder gegen Abgabe eines Pilgers auf eine andere Kartenauslage wechseln. Beim
Einfordern erhält der Spieler alle Karten auf die Hand, für die er zur Zeit ein Gebot abgegeben hat. (Da immer
nur ein Gebot pro Auslage existiert, ist dieses auch immer gleichzeitig das Höchstgebot.)
Das Einkommen eines Spielers besteht aus den vier Ressourcenarten: Gold, Pilger, Handwerker und Soldaten. Jeder Spieler
hat ein unterschiedliches Grundeinkommen, zu dem noch weitere Steine hinzukommen wenn in der einen oder anderen
Ressourcenart seit dem letzten Einkommen ein entsprechendes Gebäude (weiter)gebaut wurde. Zu guter Letzt gibt
es noch einen Extrastein je Zunftmeister, der sich im Besitz des Spielers befindet.
Eingeforderte Karten werden sofort in der Auslage ersetzt. Auf einer speziellen Invasionsleiste wird die noch
verbleibende Anzahl Karten des jeweiligen Stapels angezeigt. In dieser aufgebraucht, kommt es sofort zur Invasion,
gegen die sich alle Spieler verteidigen müssen. Nach vier Stapeln und ebenso vielen Invasionen endet dann
das Spiel.
Eine Invasion trifft fast niemals alle Spieler gleichmäßig stark. Während der nach Siegpunkten aktuell
schwächste Spieler sich "nur" gegen das kartenstapelspeziefische Minimum an Invasoren wehren muss, werden seine
Mitspieler von ebenso mehr Angreifern bedrängt, wie sie Vorsprung auf der Siegpunktleiste haben. Die Verteidigung
ist zweigeteilt: Jeder Spieler darf geheim Soldaten einsetzen um sie (a) einer gemeinsamen Armee zuzuordnen und
(b) ausschließlich der eigenen Abwehr zukommen zu lassen. Variante a bringt zusätzliche Siegpunkte in Form
von Heldenplättchen, die erst am Spielende abgerechnet werden. Allerdings profitieren auch die Mitspieler davon.
Variante b ist dagegen effektiver, insbesondere wenn eigene Stadtmauern existieren, die die Verteidigungskraft
deutlich stärken. Wer nicht genügend Soldaten aufbringen kann, erhält Schadenspunkte. Diese können
im Verlauf des Spiels allerdings durch Abgabe von Pilgern auch wieder abgebaut werden.
In der Bauphase schließlich dürfen mit den Handkarten Gebäude neu gebaut und erweitert werden.
Auf den Karten befinden sich Zahlen, die die jeweilige Etagennummer repräsentieren. Diese muss mindestens
so gross sein wie die Etage, in die die Karte tatsächlich gebaut wird. Neben einem freien Gebäudeteil darf
zusätzlich auch eine Karte als Verteidigungsmauer ausgelegt werden. Für die Mauern gelten die gleichen
Bedingungen wie für die normalen Bauten. Bei der Verteidigung unterstützen sie eingesetzte Soldaten mit
ihrer jeweiligen Etagenzahl. Aus nur 1 Soldaten können somit bis zu 5 Verteidigungspunkte werden. Für
weitere Bauaktionen und/oder das Anpassen zu kleiner Stockwerke dürfen Handwerker eingesetzt werden. Die jeweilige
Zunftmeisterkarte erhält immer der Spieler, der am fleissigsten gebaut hat.
Am Spielende gibt es neben den Heldenboni und dem Abzug der Invasionsmarker noch zusätzliche Punkte für
Mehrheiten in den restlichen Ressourcensteinen sowie für den Besitz der Zunftmeister.
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