Auftragskarten nachziehen, in der entsprechenden Reihenfolge bearbeiten und die benötigten Ressourcen mit den
Mitspielern handeln - dieses Prinzip kennen wir schon von "Bohnanza". Allerdings macht es "American Bar" etwas einfacher,
die geliebten Punkte zu sammeln.
Die Einschränkung, sich bei Mitspielern nur dann bedienen zu dürfen, wenn der eigene
Flaschenvorrat nicht ausreicht, kommt jedoch eher den erfolgreicheren Barmixern zu Gute, die bereits besonders viele
Bestellungen abgearbeitet und einen entsprechenden Flüssigkeitsniedrigstand erreicht haben. Da nur ein Mal pro Zug
davon Gebrauch gemacht werden kann, hält sich der Einfluß dieses Elements in Grenzen. Viel wichtiger ist das Glück
beim Auftragsziehen - denn Bestellungen dürfen eben nicht gehandelt werden. (Bei "Bohnanza" können auch Bohnenkarten aus
der Hand abgegeben werden.)
Ob es sich überhaupt lohnt, mit den Mitspielern zu handeln, hängt im Wesentlichen von der Spielweise selbiger ab. Ein
gewinnbringendes Geschäft könnte beispielsweise sein, eine halbe Flasche Wodka gegen eine volle Flasche Whisky
einzutauschen. Konsequente Mitspieler bedienen sich dann eventuell bei solchen ökonomisch orientierten Menschen und
egalisieren ihren herausgespielten Vorteil schnell.
Allerdings sollte "American Bar" auch nicht allein als Kartenspiel betrachtet werden, denn neben der kurzen Spielregel
beinhaltet das Beiheft auch eine umfangreiche Rezeptsammlung für so ziemlich alle Cocktails der Welt. Übersichtlich
gegliedert, bebildert und kompakt gebunden - eine unschätzbare Hilfe für jeden, der sich gerne auch zu Hause mal
einen Cocktail mixt.
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