In diesem heißem Spiel für coole Zocker wird jeder Spieler zu Beginn mit einem Würfelbecher und fünf
Würfeln ausgestattet. Die Würfel zeigen Ziffern von 1 bis 5 sowie einen Stern, der für jede beliebige
Zahl steht. Jede Runde wird gewürfelt und das Ergebnis geheimgehalten. Mr. Startspieler wettet nun auf eine
beliebige Zahl bzw. auf die Sternchen und behauptet beispielsweise, dass insgesamt 4 Vierer im Spiel sind. Der Nächste
muss nun entweder anzweifeln oder das Gebot in irgendeiner Form erhöhen. Er kann z.B. behaupten: "Da sind
bestimmt auch 4 Fünfer drin" oder aber "ich glaube, dass mindestens 6 Zweier im Spiel sind!" Dieses Erhöhen der
Gebote geht so lange, bis jemand anzweifelt. Dann wird das Geheimnis der Becher gelüftet und das
letzte Gebot wird überprüft. Der Falsch-Zweifler oder der Hochstapler, kurz: der Verlierer der kleinen Wette,
muss die Differenz der gebotenen Würfel zur tatsächlichen Würfelanzahl aus seinem Becher abgeben. Mit dem Rest
geht es in die nächste Runde. Wer keine
Würfel mehr hat, guckt den Rest des Spiels zu. Sieger ist also, wer als Letzter mindestens noch einen Würfel übrig hat.
Eine optionale Regel, die sich in vielen Spielerkreisen durchgesetzt hat, ist das "freiwillige Rauslegen": Wer sich
nicht entscheiden kann ob er erhöhen oder zweifeln soll, darf alternativ ein oder mehrere seiner Würfel offenbaren
und den Rest erneut verdeckt würfeln. Danach muss er das Gebot erhöhen.
Ein schnell verinnerlichtes Spielprinzip, wenig Regeln, für alle Baujahre spielbar und dazu noch witzig
und spannend. Bluff ist nicht unverdient zum Spiel des Jahres 1993 geworden. Mittlerweile vielleicht etwas
angestaubt, kommt es dennoch in den meisten Spielerunden gut an und es bleibt selten bei nur einer Partie!
13.04.2009
, Nicole Pinnow
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