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ID 16828

HELIOS


cover
Jahrgang: 2014

Verlag: Hans im Glück [->]
Autor: Martin Kallenborn, Matthias Prinz
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2-4

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45-60 Min

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ab 10


f5
Bewertung angespielt: 7.6 von 10
punkte

Score gesamt: 59.2% von 100
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Rezension

Ziel

In einer weit entfernten Welt findet ein Wettkampf der Kulturen statt. Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Hohepriestern, die ihr Land ausbauen sowie Städte und Tempel errichten. Doch die alles überragende Macht ist die Sonne, denn nur wer in deren Licht steht erhält wertvolle Rohstoffe und Siegpunkte. Welcher Priester kann innerhalb kürzester Zeit seine Kultur am besten entwickeln?

Regeln

Helios verläuft über vier Durchgänge zu je drei Phasen. Zunächst wird der Spielplan und der das Material vorbereitet bzw. bereitgelegt. Jeder Spieler erhält ein Spielertableau und ein Stadttableau. Weiterhin startet jeder Spieler mit einem beliebigen Landschaftsplättchen inklusive Rohstoff sowie einem Mana. Die Spieler an dritter und vierter Position bekommen zusätzlich einen Bonusrohstoff ihrer Wahl.

Der aktive Spieler nimmt ein Aktionsplättchen und legt es farblich passend an seinem Spielertableau an. Anschließend kann er die dazugehörige Aktion ausführen. Folgende Aktionsmöglichkeiten stehen zur Verfügung:

  • 1 Land erschaffen: hierzu nimmt er ein ausliegendes Landschaftsplättchen (inklusive Rohstoff) und legt es regelgerecht an sein Spielertableau an
  • 1 Tempel oder 1 Gebäude errichten: ein Tempel wird auf ein leeres Landschaftsplättchen oder auf ein Sonderplättchen errichtet. Die Baukosten sind beliebige Rohstoffe, deren Anzahl von den bislang errichteten Tempeln abhängt. Als Belohnung erhält der Spieler Mana, wiederum abhängig von der Anzahl der eigenen Tempel. Gebäude werden auf dem Stadttableau errichtet und kosten die Rohstoffe, welche auf den entsprechenden Kärtchen angegeben sind. Ab sofort steht der Vorteil des Gebäudes zur Verfügung.
  • Sonne bewegen: die Sonne wird immer im Uhrzeigersinn um die Landschaftsfelder weiterbewegt. Die Reichweite wird von der Position des eigenen Sonnenmarkers bestimmt. Nachdem die Sonne bewegt wurde, bestrahlt sie alle angrenzenden Land-/Sonderplättchen. Dafür erhalten die Spieler neue Rohstoffe oder Siegpunkte.


Sobald ein Spieler über vier gleichfarbige Aktionsplättchen verfügt, darf er sofort eine Bonusaktion nach der Hauptaktion durchführen. Nach der Aktionsphase folgt die Personenphase. Nun dürfen Personenplättchen gegen Abgabe von Mana erworben werden. Die Aktivierung der Personen kostet Rohstoffe. Sobald eine Person aktiviert wurde, bleibt sie bis zum Ende aktiv. Wenn kein Spieler mehr eine Person kaufen/aktivieren kann, werden die Landschaftsplättchen aufgefüllt und der Startspieler wechselt.

Nach der vierten Runde endet das Spiel und es folgt die Schlusswertung. Nun werden noch Siegpunkte für erreichte Eckfelder und aktivierte Personen sowie errichtete Gebäude und verbliebene Mana vergeben. Der Spieler mit den meisten Siegpunkten hat dann gewonnen.

Meinung

Vom Hans im Glück Verlag funkeln bereits einige Sterne am (Viel)spielerhimmel, beispielsweise Stone Age, Egizia, Dominion u.v.m. Mit Helios gesellt sich nun ein weiteres Highlight in diese illustre Runde. Wie die meisten Spiele des Verlages ist auch Helios in der Schnittmenge zwischen ambitionierten Gelegenheitsspieler und Vielspieler angesiedelt. Ein überraschendes Element ist die relativ kurze Spieldauer von ca. einer Stunde, das gleichzeitig polarisiert. Einige Vielspieler haben bemängelt, dass Helios zu kurz sei. Wortwörtliches Feedback eines Testspielers: „Da hat man endlich alles optimal aufgebaut, und dann ist das Spiel auch schon zu Ende“. Antwort eines anderen Testers: „Stimmt, aber genau das ist so gewollt. Schließlich soll in kürzester Zeit das Maximum herausgeholt werden“. Und beide Statements sind sicherlich richtig. Helios ist kein episches Zivilisationsspiel, sondern ein knackiges und schnelles Strategiehighlight. Insofern macht es durchaus Sinn, sich von Anfang an auf eine bestimmte Richtung/Strategie einzuschießen. Und einen eingeschlagenen Weg sollte der Spieler auch konsequent beibehalten. Das gilt auch für die wichtigen Personenkarten, die zur eigenen Strategie passen sollten. Natürlich ist auch eine gemischte Strategie denkbar und erfolgversprechend. In diesem Fall sollte der entsprechende Spieler aber höchstens zwei Hauptaugenmerke im Hinterkopf haben. Beliebt ist hierbei das Erreichen der Eckpunkte in Verbindung mit dem Entdecker, der am Ende acht anstatt vier Siegpunkte für jedes angeschlossene Eck-Feld bringt.

Neben den Personen sind auch die Gebäude extrem angesagt. Und von diesen Gebäuden kann im Großen und Ganzen kein Bauwerk besonders herausgehoben werden, weil nahezu alle Häuser tolle Vorteile/Siegpunkte mit sich bringen. Selbstverständlich gilt auch hier, dass die errichteten Gebäude zur eingeschlagenen Strategie passen sollten. Möchte ein Spieler beispielsweise möglichst viele Tempel erschaffen, so wäre die Zitadelle eine passende Ergänzung, idealerweise zusammen mit dem Architekten. Lobenswert ist die Tatsache, dass es unter der Vielzahl an strategischen Möglichkeiten keinen Königsweg gibt. Im Gegenteil: Die meisten Spiele gingen trotz unterschiedlicher Strategien denkbar knapp aus, was auch einen sehr hohen Wiederspielreiz zur Folge hatte. Als kurzes Zwischenfazit kann daher schon mal festgehalten werden, dass Helios absolut überzeugen kann und jede Menge spannenden Spielspaß garantiert.

Auch optisch und materialtechnisch gibt es an Helios nichts zu bemängeln. Das Material ist von sehr guter Qualität und hervorragend illustriert. Die Symbolik ist übersichtlich, und die Spielregel lässt keine Fragen offen. Auch diese wichtigen Kriterien meistert Helios mit Bravour. Über die Spieldauer lässt sich sicherlich diskutieren, aber immerhin muss nicht jedes anspruchsvolle Spiel die Zwei-Stunden-Marke erreichen. Schließlich sollen an einem gelungenen Spieleabend mehrere Spiele auf den Tisch kommen, und wenn Helios dabei ist, dann ist das zeitlich auch zu schaffen.

Fazit

Der Hans im Glück Verlag ist ein Garant für gute bis sehr gute (Strategie)spiele, und Helios bildet da keine Ausnahme. Die Mechanismen sind originell, machen Spaß und laden immer wieder zu einer Revanche ein. Insgesamt also ein prima Spiel, das bedenkenlos weiterempfohlen werden kann.


2014-06-03, Wolfgang Volk (heavywolf)



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Bewertungen
7cp
28.02.2014
ansprechendes und interessantes Vielspieler-Spiel
7UliWolter
25.05.2014
7.5Floeckchen
17.05.2014
ein seht schön gestaltetes Spiel
8.5heavywolf
31.05.2014
sehr gutes Spiel
8Munchkine
02.11.2014
Gutes und schön gestaltetes Spiel. Hat sicher Potential für viele abwechslungsreiche Runden, weil man erst nach einigen Partien alle Möglichkeiten im Kopf hat.

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